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PFAS im Alltag: Einfache Gewohnheiten zur Verringerung unnötiger Kontakte

Junger Mann packt Pfannen aus Karton in moderner Küche mit frischem Gemüse auf der Arbeitsplatte aus.

Einfache Gewohnheiten können unnötige Kontakte verringern.

Beschädigte Pfannen, Lebensmittelverpackungen, fleckenabweisend behandelte Kleidung oder besonders lang haltbare Kosmetik: Im Alltag gibt es immer mehr mögliche Quellen für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS. Angesichts dieser als „ewige Schadstoffe“ bezeichneten Verbindungen veröffentlichen Gesundheitsbehörden verschiedene leicht umsetzbare Empfehlungen. Sie sollen helfen, alltägliche Gewohnheiten anzupassen, ohne den Familienalltag grundlegend zu verändern.

PFAS in vielen Bereichen des Alltags

PFAS sind eine große Gruppe von Stoffen, die seit Jahrzehnten wegen ihrer praktischen Eigenschaften eingesetzt werden. Sie weisen Feuchtigkeit, Fett und Schmutz ab. Daher können sie unter anderem in bestimmten Textilien, Kochutensilien, Verpackungen für Speisen, Löschschäumen, Kosmetikartikeln oder Imprägnierungen vorkommen.

Problematisch ist vor allem ihre äußerst lange Beständigkeit. Die Stoffe werden in der Umwelt kaum abgebaut und können sich über Böden, Luft, Gewässer, einige Lebensmittel und Lebewesen verbreiten. Die gesamte Bevölkerung kann ihnen in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt sein.

„Menschen, die in der Nähe eines belasteten Gebiets leben, sowie Beschäftigte, die mit diesen Stoffen umgehen, gehören zu den Personengruppen, die stärker betroffen sein können.“

Auch Schwangere, Stillende und Säuglinge erfordern besondere Aufmerksamkeit. Wissenschaftliche Daten bringen einige Stoffe dieser Gruppe mit erhöhten Cholesterinwerten, Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und die Entwicklung des ungeborenen Kindes sowie einem höheren Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung. Welche Folgen auftreten können, hängt von der jeweiligen Verbindung, der aufgenommenen Menge und der Dauer des Kontakts ab.

Mit einer abwechslungsreicheren Ernährung PFAS-Kontakte begrenzen

Als erste Maßnahme wird genannt, die Ernährung vielfältiger zu gestalten. Wer Lebensmittelgruppen, Herkunftsorte und Zubereitungsarten abwechselt, verhindert, dass sich die Aufnahme aus einer einzelnen Quelle konzentriert. Dahinter steht eine einfache Ernährungsregel: Kein Lebensmittel sollte Woche für Woche einen übermäßig großen Anteil am Speiseplan einnehmen.

Behörden empfehlen, saisonale Produkte und selbst zubereitete Mahlzeiten zu bevorzugen. Wenn es das Budget zulässt, können Lebensmittel aus ökologischem Landbau ebenfalls eine Option sein. Das bedeutet nicht, dass ein Lebensmittel dadurch vollständig frei von Schadstoffspuren ist. Der Ansatz trägt jedoch zu einer allgemeinen Verringerung vermeidbarer Kontakte bei.

Einfache Gewohnheiten für den Alltag

  • Gemüse, Obst, Getreideprodukte und Proteinquellen regelmäßig abwechseln.
  • Häufiger einfache Gerichte aus unverarbeiteten Zutaten zubereiten.
  • Nicht sehr oft dieselben Lebensmittel vom selben Herkunftsort essen.
  • Haltbare Behälter verwenden, um Essensreste aufzubewahren.
  • Speisen nicht in Kunststoffdosen erhitzen, insbesondere wenn diese alt oder verkratzt sind.

Bei Getränken wird offiziell Leitungswasser empfohlen. Es wird regelmäßig kontrolliert, und Kommunen können bei festgestellten Grenzwertüberschreitungen Einschränkungen anordnen. In Gebieten mit nachgewiesener Belastung sind die örtlichen Hinweise maßgeblich: Sie können das Trinkwasser, die Zubereitung von Mahlzeiten oder die Nutzung bestimmter Entnahmestellen betreffen.

In der Küche stark abgenutzte Gegenstände ersetzen

Besonders beschädigte Küchenutensilien verdienen Aufmerksamkeit. Eine zerkratzte Antihaftpfanne, ein matt gewordener Kunststoffbehälter oder ein alter Wasserkocher sind nicht zwingend ein Grund zur sofortigen Sorge. Der Austausch gegen stabilere Materialien kann jedoch Unsicherheiten und mögliche riskante Anwendungen reduzieren.

„Glas, Edelstahl und Gusseisen gehören zu den Materialien, die zum Kochen, Servieren und Aufbewahren von Lebensmitteln empfohlen werden.“

Auch Verpackungen, die Fett oder Feuchtigkeit standhalten sollen, sollten nur maßvoll genutzt werden. Dazu zählen bestimmte Lebensmittelpapiere, Einwegboxen und Verpackungen von verzehrfertigen Gerichten. Eine sehr konkrete Maßnahme besteht darin, das Essen vor dem Erwärmen auf einen Teller oder in eine Glasdose umzufüllen.

Textilien, Haushaltsprodukte und Kosmetik genauer prüfen

Die Wohnung betrifft mehr als nur die Küche. Fleckenschutz-, wasserabweisende oder imprägnierende Behandlungen für Sofas, Kleidung, Teppiche und Schuhe können fluorierte Verbindungen enthalten. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, ob diese Eigenschaft tatsächlich gebraucht wird. Ein Mantel für Wege in der Stadt benötigt nicht immer eine besonders technische Beschichtung.

Empfohlen wird außerdem, Kleidung aus Naturfasern, Secondhand-Artikel oder Marken zu wählen, die angeben, auf diese Stoffe zu verzichten. Diese Angaben sollten auf dem Etikett oder direkt beim Hersteller überprüft werden, denn Handelsbezeichnungen allein sind nicht immer aussagekräftig.

Reinigen, ohne zahlreiche Produkte einzusetzen

Eine zurückhaltende Reinigungsroutine kann dazu beitragen, dass im Haushalt vorhandener Staub weniger aufgewirbelt wird. Tägliches Stoßlüften für zehn Minuten erneuert die Raumluft, auch im Winter. Feuchtes Wischen von Böden und Oberflächen bindet Partikel besser als trockenes Abstauben.

  • Die Fenster täglich zehn Minuten öffnen.
  • Böden regelmäßig mit einem feuchten Wischmopp reinigen.
  • Einfache Reinigungsmittel verwenden, etwa Schmierseife oder für die jeweilige Oberfläche geeigneten Essig.
  • Nicht zu viele Aerosole und Spezialbehandlungen ansammeln.
  • Vor dem Essen die Hände waschen, besonders bei kleinen Kindern.

Im Badezimmer können besonders wasserfeste oder als langanhaltend beworbene Produkte durch einfachere Formulierungen ersetzt werden. Kosmetik mit Bio-Siegel kann ein Ansatz sein, sofern auch die Inhaltsstoffliste geprüft wird. Eine kurze Rezeptur garantiert nicht automatisch, dass keine unerwünschten Stoffe enthalten sind, erleichtert aber häufig die Orientierung und begrenzt die Vielzahl der verwendeten Produkte.

PFAS: ein langfristiges Risiko

PFAS stellen eine besondere Herausforderung dar: Derzeit gibt es keine Behandlung, mit der sie gezielt aus dem Körper entfernt werden können. Die wichtigste Strategie besteht deshalb darin, vermeidbare Aufnahmen zu reduzieren. Es geht nicht darum, jeden Einkauf oder jede Mahlzeit zur Quelle von Sorge zu machen. Behörden sprechen ausdrücklich von schrittweisen Maßnahmen, die je nach Möglichkeiten des einzelnen Haushalts umgesetzt werden können.

Der kumulative Effekt sollte dennoch berücksichtigt werden. Der Austausch eines einzigen Gegenstands löst nicht alles. Mehrere kleine Entscheidungen – in Edelstahl kochen, Speisepläne abwechslungsreich gestalten, fettabweisende Verpackungen einschränken, die Wohnung lüften und auf überflüssige Sprays verzichten – können die Kontaktmöglichkeiten über Monate hinweg verringern.

Wurde in einem Gebiet eine Belastung gemeldet, können sich Anwohner bei ihrer Gemeinde, der zuständigen Landesbehörde oder dem örtlichen Wasserversorger über laufende Maßnahmen informieren. Die Empfehlungen können sich abhängig von den Ergebnissen der Probenahmen und der Art der nachgewiesenen Stoffe ändern.

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